andreaskosmos

Lieblings-Burger

Seit meiner Kindheit bin ich gewohnt, mittags zu essen. Das gibt mir Kraft, auch die Job-Anforderungen am Nachmittag noch zu wuppen. Doch was tun, wenn die heimische Küche zu weit entfernt und die Mittagspause zu kurz ist? Vorkochen und mitnehmen? Ehrlich: dafür war ich immer viel zu faul. Tja, deshalb mussten dann Schnell-Imbiss und Pizzerien meinen mittäglichen Hunger stillen. Das ging natürlich gerade in meiner Ausbildungszeit wahnsinnig ins Geld, deshalb gab es oft Frikadellen im Brötchen, denn die waren preiswert, machten satt und schmeckten auch ganz gut.

Der Snack von einst ist der Burgerliebe gewichen. Allerdings mag ich nicht die Pappkameraden aus den Burgerbuden, die meinem Herzensmann und mir stundenlang bleischwer im Magen liegen. Selbermachen ist daher angesagt…

Alles ist selbst gemacht

Angefangen haben unsere DIY-Aktionen damit, dass mein Liebster ein Stück Rindfleisch aus der Schulter einfach durch den Fleischwolf gedreht, in Form gebracht und eingefroren hat. Soweit, so gut, aber Fertigsoßen und geschmacklose Burgerbrötchen haben den Genuss geschmälert, sodass wir uns im Laufe der Zeit immer mehr dem Gourmetburger aus der eigenen Herstellung angenähert haben. Da wurde an der Soße getüftelt und verschiedene Burger-Buns getestet. Bis wir endlich zufrieden waren – und das sind wir jetzt. Ab sofort gibt es bei uns nur noch den Burger à la andreaskosmos. Lust ihn nachzumachen? Hier kommt das Rezept:


Für 4 Burger:
400 g Rindfleisch aus der Schulter (alternativ: 600 g Rinderhack)
Meersalz
Pfeffer

Zubereitung:
Das Fleisch durch den Fleischwolf drehen, dann in zwei Hälften teilen. Die eine Hälfte kräftig durchkneten, damit das Eiweiß als Bindemittel austritt, diese dann unter die zweite Hälfte mischen. Es folgt das Formen der vier „Patties“ . Sie sollten größer sein als die Brötchen, weil sie später im heißen Fett erheblich schrumpfen. Damit alle gleich groß werden, benutzen wir Dessertringe als Maß. Die Patties dann auf Backpapier legen und mindestens eine halbe Stunde in den Tiefkühler geben.
Später bei der Zubereitung die Hackbratlinge in etwas Öl braten und mit Salz und Pfeffer würzen.

Für die Soße:
3 Gewürzgurken
2 EL Mayonnaise
2 EL Ketchup
Etwas Gurkenwasser
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Gewürzgurken klein würfeln, mit Mayo und Ketchup vermischen, und mit etwas Marinade von den Gewürzgurken vermengen, alles würzen, fertig ist die Burgersoße

Auch die Buns sind selbst gemacht

Für 10 Burger-Buns
200 ml warmes Wasser
6 EL Milch
35 g Zucker
1 Würfel frische Hefe
8 g Salz
80 g flüssige Butter
500 g Mehl (Type 550)
2 Eier

Zubereitung:
Das handwarme Wasser mit 4 EL Milch und dem Zucker mischen, die Hefe hineinbröseln, umrühren und das Ganze 5 Minuten stehen lassen. Dann Salz, flüssige Butter und Mehl sowie 1 Ei mit diesem Hefe-Vorteig verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Diesen abdecken und an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig in zehn Portionen teilen und daraus jeweils mit den Innenflächen der Hände Kugeln formen. Da der Teig ziemlich klebrig ist, etwas Mehl auf die Hände geben. Die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit einem Küchenhandtuch abdecken und noch einmal 1 Stunde gehen lassen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die restliche Milch mit dem Rest-Ei verquirlen und auf die Oberfläche der Buns streichen. Wer mag streut Sesam auf die Burgerbrötchen. Dann werden sie ca. 15–20 Minuten gebacken, bis die Oberfläche goldbraun ist.

Für das Finish der Burger:
Salatblätter
Tomatenscheiben
Gewürzgurkenscheiben
Käse (wir nehmen am liebsten Gouda)
Geröstete Zwiebelringe

Zubereitung:
Die Burger-Buns halbieren, auf die Unterseite ein Blatt Salat platzieren, etwas von der eigenen Soße aufstreichen, den gebratenen Burger auflegen, eine Scheibe Käse (oder eine Handvoll Reibekäse), noch etwas Soße aufstreichen, Tomaten- und Gurkenscheiben und Zwiebelringe darüber. Nun nur noch die Buns-Oberseite auflegen und den Burger für ca. 5 Min. bei 160 Grad in den Ofen geben, bis der Käse verlaufen ist.

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