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Italienische Gemüse-Frittata

Wir lieben gute Lebensmittel und zahlen dafür auch gerne ein paar Cent mehr, um einen guten Geschmack zu bekommen. Aber wie kann man die Qualität am besten herausfinden? Wir haben da so unsere eigene Technik – und zwar machen wir Blindverkostungen. Ob Salz, Öl, Käse oder wie jetzt Eier probieren wir mit verbundenen Augen und verlassen uns nur auf unseren Gaumen. Das macht zum einen wirklich Spaß, zum anderen finden wir so Produkte, die uns wirklich schmecken. So haben wir auch vor kurzem eine Eierverkostung gemacht. Wir hatten Eier von freilaufenden Hühner aus dem Supermarkt, von einem großen Hühnerhof und einem etwas kleineren. Warum wir keine Bio-Eier nehmen? Weil die Tiere teilweise wie die Hennen in der Legebatterie gehalten werden, nie nach draußen dürfen, ihnen oftmals auch der Schnabel gekürzt wird. Der einzige Unterschied zu den Hühnern aus der Bodenhaltung ist, dass sie Bio-Futter bekommen. Und das schmeckt man auch, es hat einen merkwürdigen bitteren Nachgeschmack – zumindest bei den Eiern, die wir bisher gegessen hatten. Deshalb kaufen wir heute nur Eier von freilaufenden Hühnern.

Da der Hof unserer Wahl einige Kilometer entfernt ist, kaufen wir dort meist gleich einen ziemlich großen Vorrat – und stehen dann zu Hause vor der großen Frage: Und was machen wir jetzt daraus? Deshalb gibt es auf unserem Instagram-Account auch so oft Gerichte mit Eiern, die für uns zu einem köstlichen Fleischersatz geworden sind, weil man sie so vielseitig einsetzen kann. Diesmal hat uns unsere kulinarische Suche zu einer Frittata geführt, denn wir lieben Italien – und so ein italienisches Omelett ist doch genau das Richtige für unsere vielen Eier. Lust auf ein Rezept? Hier kommt es…

Die Gemüse-Frittata macht Mühe, die sich aber lohnt

Eins ist klar, Hunger sollte man beim Zubereitung einer Frittata nicht haben, denn es dauert schon eine ziemliche Zeit, bis alle Zutaten kleingeschnibbelt sind und das Italienische Omelett durchgegart ist. Aber die Arbeit wird fürstlich belohnt und man bekommt ein köstliches Gericht, das sowohl kalt wie auch warm richtig gut schmeckt. Also los:

Zutaten für eine Springform (ø 24 cm):
1,5 kg Kartoffeln (am besten mehlig kochende)
3 mittelgroße Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
2 Eier
Salz, Pfeffer, italienische Kräuter

Je 1 gelbe, rote, grüne Paprika
2 mittelgroße Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
150 g Kochschinken
2 EL Rapsöl (Olivenöl geht auch)
170 g Blattspinat
8 Eier
150 g Gruyère (ersatzweise geriebenen Mozzarella)
100 ml Milch
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, die Springform komplett mit Backpapier auslegen. Dann die Kartoffeln wie bei Kartoffelpuffern reiben, in ein Küchenhandtuch geben, Wasser und Stärke auspressen. Die Zwiebeln abziehen und klein würfeln, den Knoblauch abziehen und fein reiben. Nun die Kartoffelraspeln mit den Zwiebelwürfeln, dem Knoblauch, den Eiern sowie mit den Kräutern vermengen. Nun die Masse in die Springform füllen und einen Rand hochziehen. Dann den Reibe-Kuchen für ca. 25–30 Minuten im Ofen garen lassen.

In der Zwischenzeit die Paprika waschen und in kleine Würfel schneiden, die Zwiebeln abziehen, klein würfeln, den Knoblauch abziehen und fein reiben, den Kochschinken würfeln. Nun das Öl in eine Pfanne geben und alles kurz andünsten, dann den gewaschenen, grob zerteilen Spinat zugeben und so lange dünsten, bis der Spinat sichtbar eingefallen ist. Alles vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Sobald der Kartoffelkuchen fertig ist, die abgekühlte Gemüsemasse mit den Eiern, dem Käse und der Milch gründlich mischen, würzen und  dann auf die Kartoffeln in die Springform füllen. Nun ist die Frittata soweit, dass sie nur noch ca. 45 Minuten im Ofen fertiggaren muss. Guten Appetit!

Übrigens! Eine Frittata hat einst als Resteessen die Küche erobert, weshalb man wirklich alle Gemüsesorten in ihr verarbeiten kann. Ich könnte mir auch eine Blumenkohl-Spinat- oder eine Möhren-Lauch-Zucchini-Frittata vorstellen. Austesten lohnt sich garantiert

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