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Feine Mini-Apfelstrudel aus Filoteig

Was der Bauer nicht kennt, dass isst er nicht, heißt es im Volksmund. Ich bin zwar weder ein Bauer noch verweigere ich mich neuen Genüssen. Aber oft sehe ich im Supermarkt etwas, was ich nicht kenne, traue mich aber nicht, es mitzunehmen, weil ich nicht weiß, was ich daraus zubereiten kann. So ging es mir immer mit Filoteig. Okay, ich wusste, dass daraus Baklava gemacht wird. Aber da mir diese Süßigkeit wirklich zu süß ist, bin ich nicht auf die Idee gekommen, den Teig zu kaufen. Tja, bis letzte Woche. Ich sollte für meinen Herzensmann Blätterteig besorgen, weil er darin einen Lachs zubereiten wollte. Also wanderte ich an der Frischteig-Theke entlang und da war er wieder – der Filo- bzw. Yufkateig. Ich weiß nicht warum, aber ich griff diesmal beherzt zu.

Daheim stellte sich natürlich gleich die Frage, was willste denn daraus machen? Die Antwort darauf lieferte mir das Internet. Zu meiner großen Freude las ich nämlich, dass sich der hauchdünne Teig ideal für Apfelstrudel eignet. Und ich fand auch gleich ein Rezept für die Mini-Strudel, die ich nachgebacken habe. Der erste Versuch war optisch schon sehr, sehr gut, geschmacklich habe ich dann aber noch etwas an dem Rezept gefeilt – bis das Ergebnis auch unsere Gaumen kitzelte. Das Beste an den Strudeln ist übrigens, dass sie immer gelingen.

Alles auf einen Blick

Hier gibt’s das Rezept

Zutaten für 8 Mini-Strudel (3-Mal happs, schon ist einer weg…):
2 Blätter Filoteig
3 mittelgroße Äpfel
30 g gehackte Haselnüsse (Mandeln gehen auch)
1 Handvoll Rosinen
4 EL Butter
1 TL Zimt
2 EL Puderzucker plus etwas Puderzucker zum Bestreuen

Die schnelle Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Blätter des Filoteigs erst quer, dann waagerecht falten, so dass man kleine Quadrate bekommt. Diese dann mit einem Messer ausschneiden. Am Schluss müssten 8 gleich große Quadrate entstanden sein.

Die Äpfel schälen, entkernen und in Mini-Würfel schneiden. 2 EL Butter in einem kleinen Topf erhitzen und darin die Apfelwürfel kurz anbraten. Dann mit Puderzucker und Zimt vermengen und etwas weichkochen lassen. Haselnüsse und Rosinen zufügen und alles ca. 3 Minuten simmern lassen. 

Die restliche Butter zerlassen und vom Herd ziehen. Ein Quadrat Filoteig auf die Arbeitsplatte legen, ca. 1 gehäufter EL der Apfelmasse auf einer Seite verteilen. Nun die Seiten einklappen und alles aufrollen. Am Ende den Filoteig mit etwas flüssiger Butter bestreichen, die Rolle fertigstellen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Dann geht es ans nächste Röllchen…

Wenn alle Rollen auf dem Backblech sind, werden sie mit etwas flüssiger Butter bestrichen und wanden dann für ca. 20–25 Minuten in den Ofen. Sobald sie schön braun sind, müssen sie nur noch abkühlen, dann mit Puderzucker bestreut werden. Fertig ist der absolute Hochgenuss.

Wie wär’s mit einer neuen Frühstücks-Idee aus Filoteig?

Übrigens! Für unser zweites Experiment mit Filoteig haben wir den Teig in kleine Quadrate (12×12 cm) geschnitten. Die einzelnen Lagen mit Butter gefettet, dann vier Lagen davon in eine gefettete Muffinform geben. Ein Ei, ein paar Kräuter und Salz, Pfeffer in jeweils ein Filo-Nest geben. Dann das Ganze für ca. 20 Minuten in den Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze. Und das war unser Frühstücksei. Es war sehr lecker und machte richtig satt. 

Mal schauen, ob es weitere Experimente gibt, ich bin auf jeden Fall froh, dass ich endlich mal das gekauft habe, was ich zuvor nicht kannte. Das wollen wir jetzt auch häufiger mal machen, einfach etwas Unbekanntes aus dem Supermarkt mitnehmen und schauen, was wir daraus zaubern können. Macht Ihr sowas auch? Ich wäre auf Eure Experimente sehr gespannt.

Ein himmlischer Sattmacher für den Morgen

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